Liebe Leserinnen und Leser,

immer mehr Studien belegen: exzessive Handynutzung und Social Media können das Wohlbefinden, die Lernleistung und die sozialen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen enorm beeinträchtigen. Zugleich häufen sich Meldungen über Cybergrooming und -mobbing, über Gewalt und Hetze im Netz. Fälle wie der „White Tiger“ haben uns das zuletzt auf fürchterliche Weise vor Augen geführt.

Selbstverständlich ist das Internet keine reine Gefahrenzone, sondern bietet jungen Menschen auch viele Chancen. Deswegen ist es unser gemeinsames Ziel, dass Kinder und Jugendliche sicher und selbstbestimmt an der digitalen Welt teilhaben können. Sie haben ein Recht darauf. Und es liegt in unserer Hand, das möglich zu machen.

Mir ist besonders wichtig, klare Regeln für Kinder bis 14 Jahre zu schaffen. Als Bundesregierung setzen wir daher eine Expertenkommission aus Bund und Ländern ein: Gemeinsam werden wir eine Strategie für den Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt erarbeiten und ihre Umsetzung begleiten. Dabei geht es auch um ganz praktische Themen wie Altersprüfungen oder Regeln für die private Nutzung von Smartphones und anderen digitalen Endgeräten – etwa Smartwatches – in der Schule.

Der Digital Services Act war ein wichtiger Schritt. Er nimmt die Anbieter von Online-Plattformen stärker in die Pflicht, Vorsorgemaßnahmen im Sinne des Kinder- und Jugendmedienschutzes zu ergreifen. Aus diesen teils eher abstrakten Verpflichtungen hat die EU-Kommission konkrete Leitlinien erarbeitet. Zusammen mit unseren europäischen Partnern werden wir uns aber darauf nicht ausruhen. Unser Ziel bleibt: Eine kind- und jugendgerechte, geschützte digitale Umgebung.

Die FSM ist hier eine hoch geschätzte Partnerin. Schon seit über zwei Jahrzehnten trägt die FSM mit ihrer Arbeit dazu bei, das Internet für Kinder und Jugendliche sicherer zu gestalten – etwa mit der Unterstützung medienpädagogischer Projekte oder der FSM-Beschwerdestelle. Mit ihrem Netzwerk in Deutschland und weltweit schafft sie außerdem Räume für den Austausch unterschiedlichster Akteure im Kinder- und Jugendmedienschutz. Für dieses Engagement danke ich von Herzen.

Ihre

Karin Prien
Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Gabriele Schmeichel
und Martin Drechsler

Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer der FSM

Überblick
der Veranstaltungen

94 Veranstaltungen, Vorträge, Weiterbildungen und Fachaustausche