Vorwort

Im Einsatz für einen
effektiven Jugendmedienschutz

Liebe Mitglieder, Partner und Unterstützerinnen der FSM,

über 27 Jahre Engagement für den Jugendmedienschutz: Auf diese Entwicklung kann die FSM mit Stolz zurückblicken. In dieser Zeit haben sich nicht nur Strukturen gefestigt, sondern auch die Anforderungen und Rahmenbedingungen verändert. Das Jahr 2024 war geprägt von einer wachsenden regulatorischen Dynamik auf europäischer Ebene. In Deutschland bringt dies neue Abstimmungsbedarfe mit sich, denn immer mehr staatliche Stellen übernehmen Verantwortung für Teilbereiche des Jugendmedienschutzes. Gemeinsam mit ihnen setzt die FSM sich für den Schutz junger Menschen im Netz ein.

Als etablierte Selbstkontrolleinrichtung bringt die FSM ihre langjährige Erfahrung und fachliche Kompetenz vielfältig ein – vor allem im Kontakt mit Unternehmen sowie in der Unterstützung von Medienbildung in Schule und Familie. Darüber hinaus bietet die FSM Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen Orientierung und Vernetzung zu rechtlichen, technischen und medienpädagogischen Fragen des Jugendmedienschutzes. Dabei deckt die FSM ein breites Spektrum ab: von Alterskennzeichen, über technische Schutzsysteme bis hin zu Vorsorgemaßnahmen und Kompetenzprojekten.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht ein Jugendmedienschutz, der junge Menschen mit ihren Bedürfnissen und Perspektiven ernst nimmt. Es geht darum, Risiken zu begrenzen und Chancen zu eröffnen. Besonders der Übergang vom Kindes- ins Jugendalter stellt eine Herausforderung dar, denn passende digitale Angebote fehlen hier oft. Die FSM hat sich diesem Thema im Jahr 2024 intensiv gewidmet, sowohl durch fachlichen Austausch als auch durch konkrete Projektarbeit.

Wie jedes Jahr leistet das Team der FSM-Beschwerdestelle einen zentralen Beitrag dafür, dass die schlimmsten aller Inhalte aus dem Netz verschwinden. Dafür prüfte es im Jahr 2024 über 25.000 Meldungen. Ergänzt wird diese Arbeit durch die etablierten medienpädagogischen Projekte der FSM: Elternguide.online, Medien in die Schule und weitklick. Sie tragen zur Förderung von Medienkompetenz bei und stärken Eltern sowie Lehrkräfte als wichtige Begleitpersonen in der digitalen Lebenswelt junger Menschen.

Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen sichere und altersgerechte Online-Erlebnisse zu ermöglichen. Dabei geht es uns nicht nur um Schutz, sondern auch um Teilhabe, Orientierung und die Förderung von Kompetenzen. Dieses Verständnis prägt die tägliche Arbeit der FSM-Geschäftsstelle ebenso wie unsere strategische Ausrichtung als Verein. Ich danke allen Mitgliedern, Partnerinstitutionen und Fördernden für das entgegengebrachte Vertrauen und die engagierte Zusammenarbeit im Jahr 2024.

Gabriele Schmeichel
Vorstandsvorsitzende FSM e. V.

Editorial

Ein Jahr im Zeichen
der Vernetzung

Liebe Leserin, lieber Leser,

2024 war ein Jahr intensiver Entwicklungen und bedeutender Weichenstellungen im Jugendmedienschutz. Wir haben diskutiert, beraten, Stellung genommen und gestaltet. Und wir waren viel unterwegs: national und international, analog und digital.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem internationalen Austausch – insbesondere rund um das Thema Age Assurance. In einen internationalen Diskurs, der zunehmend an Tempo gewinnt und von vielfältigen Interessen bestimmt ist, bringt die FSM langjährige Erfahrung und Orientierung ein. Mit fundierter juristischer, technischer und medienpädagogischer Expertise sowie einem ausgewogenen Ansatz zeigen wir, wie Schutz, Teilhabe und Befähigung zusammen gedacht werden können.

Ein zentrales Thema der regulatorischen Diskussionen war zudem die jugendmedienschutzrechtliche Dimension des Digital Services Act. Die FSM hat sich im Rahmen des EU-„Call for Evidence“ aktiv in die Ausgestaltung der geplanten Jugendschutzleitlinien zu Artikel 28 eingebracht und kurz vor Drucklegung dieses Jahresberichts ausführlich zu deren Entwurf Stellung genommen. Unser Standpunkt: Die Leitlinien können ein wertvolles Instrument sein, um Risiken systematisch zu erfassen und passgenaue Schutzmaßnahmen abzuleiten. Zugleich plädieren wir für ausreichende Flexibilität – um Altersstufen und unterschiedlichen Schutzbedarfen von Kindern und Jugendlichen sowie verschiedenen Plattformmodellen gerecht zu werden.

Ebenso wichtig war 2024 der persönliche Austausch, ob in zahlreichen Fachgesprächen mit unseren Mitgliedern, auf Podien im In- und Ausland oder beim Empfang internationaler Delegationen, etwa aus der Republik Moldau, Bosnien und Herzegowina, Japan und Südkorea. Das weltweite Interesse an wirksamen Modellen der Selbstregulierung wächst. In der folgenden Chronik finden Sie zahlreiche Einblicke in dieses lebendige Vereinsjahr, mit Projekten, die zeigen, wie der Jugendmedienschutz durch den Dialog zwischen Unternehmen, Behörden und Fachpraxis nachhaltig effektiv gestaltet werden kann.

Ich danke allen Mitgliedern sowie Partnerinnen und Partnern für Vertrauen, Austausch und Zusammenarbeit – und freue mich auf viele weitere Begegnungen. Fehlt Ihnen etwas? Schreiben Sie mir: drechsler@fsm.de

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihr

Martin Drechsler
Geschäftsführer FSM e. V.

Überblick
der Veranstaltungen

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